Was machen Sie denn eigentlich während eines Kurztrips im Ausland?
Kirchen, Burgen, Schlösser und Museen fallen bei mir ja aus – Kindheitstrauma! Mein Bedarf an kulturellen Besichtigungen ist für mindestens 3 Leben gedeckt. (So viel Fehler können Eltern machen, obwohl sie Lehrer sind und diese ja bekanntlich schlau)
Also interessiere ich mich für etwas, was mein Herz erfreut, mich berührt, was es bei uns nicht gibt und nachhaltig meine Seele nährt.
In Lissabon habe ich mich für einen Boattrip entschieden, um Delfine zu sehen und meine Liebsten dazu eingeladen. Wir wollen sie im Tagusbecken vor dem Atlantik finden.
Natürlich wird einem nichts versprochen, es sind ja schliesslich Wildtiere! Wir fahren also raus und sind mega gespannt. Dann hupt der Skipper plötzlich ein paar Mal und dreht das Boot so, dass wir sie sehen können. WOW!! Ich finde es sehr aufregend.
Witzig, wie eine Horde kleiner Delfine regelrecht einen Tanz für uns zu veranstalten scheint. Sie springen synchron in 4er Gruppen und haben sichtlich Spass! Ein Trupp von Möwen kreist über ihnen und verrät genau wo sie sich gerade befinden. Eine Symbiose? Ich liebe es Tiere so frei und im fröhlichen Miteinander zu sehen.
Einst las ich in einem Bericht, dass Delfine spielerisch liebevoll miteinander umgehen auch wenn sie NICHT im Paarungsmodus sind! Ein anderer Text sagt aus, dass sie sich sogar Namen geben!! Sie sind sehr intelligent, haben Selbstheilungskräfte und Emotionen.
Ich fühle Entgrenzung, bin begeistert über die Heiterkeit, sie steckt an. Es ist zauberhaft wie freiwillig die Delfine mit uns kommunizieren, damit bin ich der Natur wieder ein Stück näher gekommen!!
Ganz ehrlich: Mit dieser Lebendigkeit gehe ich gern in Resonanz, so viel lieber als mit der Xten Kirche, an der Jesus immer noch am Kreuz hängt….